EMDR

Was ist EMDR?

EMDR-Therapie

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (deutsch: Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen). Es  ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, dass bei der Behandlung von traumatischen Erlebnissen eingesetzt wird.

Nach traumatisch erlebten Ereignissen kann es passieren, dass diese Erlebnisse im Gehirn  in einer belastenden Art und Weise gespeichert werden und vom Patienten dann immer wieder innerlich erlebt werden. Für den Patienten sind diese Erinnerungen schmerzhaft. Sie können so einflussreich sein, dass sie den Alltag des Patienten behindern und großen Einfluss auf das jetzigen Erleben haben.

Was passiert bei der EMDR-Therapie?

Während einer EMDR-Sitzung wird das traumatische Erlebnis unter therapeutischer Begleitung emotional mit allen Sinnen wiedererlebt. Parallel dazu bewegt der Therapeut einen Stift vor den Augen des Patienten, der diesen Bewegungen mit seinen Augen folgt. Ein solcher Durchgang dauert nur wenige Minuten. Nach einer Pause wird das Vorgehen wiederholt bis der Patient sein Erleben als weniger traumatisch erlebt. Meist sind zwischen 3 bis max. 7 Durchgänge pro Sitzung erforderlich.

EMDR hat bei der Verarbeitung und Therapie von traumatisch erlebten Ereignissen gute Wirksamkeit gezeigt. Es wird angenommen, dass durch die beidseitige Stimulation mittels bestimmter Augenbewegungen, eine bessere Verarbeitung der Information in beiden Gehirnhälften erfolgt und so eine innere Reorganisation der schmerzhaft erlebten Traumaerfahrung ermöglicht wird.

Für einen ersten Überblick über die Entstehungsgeschichte und die Wirksamkeit von EMDR empfehle ich diese kurze Video.